Wie handelt man mit Forex


Basiswährungen und Gegenwährungen

Beim Devisenhandel haben es die Trader immer mit einem Währungspaar zu tun, beispielsweise EUR/USD oder USD/JPY. Die Währung auf der linken Seite dieser Bezeichnungen wird als die Basiswährung bezeichnet, und die Währung auf der rechten Seite nennt man die Gegenwährung. Dabei wird die Gegenwährung immer mit der Basiswährung verglichen. Wenn beispielsweise der aktuelle Kurs von EUR/USD mit 1:1,35 ausgewiesen wird, dann bedeutet dies, dass zum aktuellen Zeitpunkt 1 Euro (der Euro ist in diesem Beispiel die Basiswährung) genau dem Wert von 1,35 USD entspricht (der USD ist in diesem Beispiel die Gegenwährung).

Wie Hebelsätze funktionieren

Wie Hebelsätze funktionieren

How Leverage Works

Wie Hebelsätze funktionieren

Wenn Sie mit physischen Finanzanlagen handeln würden – d.h. wenn Sie die Währung, welche Sie handeln, tatsächlich physisch besitzen würden –, dann wären Sie automatisch durch den Anlagebetrag, welchen Sie jeweils zur Verfügung hätten, bei der Aufnahme Ihrer Positionen limitiert. Wenn Sie beispielsweise 50 Euro zur Verfügung hätten, dann wären Sie auch nur in der Lage, ein Handelsgeschäft im Wert von 50 Euro auf dem Devisenmarkt aufzunehmen.


Der Handel mit Hebelsätzen versetzt Sie dagegen in die Lage, auf dem Devisenmarkt zu handeln, ohne durch Ihr begrenztes Kapital limitiert zu werden: Als Trader können Sie so eine viel größere Position auf den Märkten aufnehmen, als es Ihnen durch den Ihnen zur Verfügung stehenden Anlagebetrag normalerweise möglich wäre.

Verschiedene Währungspaare verfügen unter Umständen über unterschiedliche maximale Hebelsätze, abhängig vom jeweiligen Risiko. Der maximale Hebelsatz auf Währungspaare, welcher von ETX Capital angeboten wird, bewegt sich zwischen 14:1 beim Paar EUR/HUF (Euro/Ungarischer Forint), und er reicht bis hin zu 200:1 bei Währungspaaren wie etwa EUR/USD und GBP/USD. Wenn man nun beispielsweise 50 Euro zur Verfügung hat und mit dem Währungspaar GBP/USD handeln möchte, so könnte man mit dem maximal angebotenen Hebelsatz eine Position aufnehmen, die dem 200-fachen des tatsächlich zur Verfügung stehenden Anlagebetrages von 50 Euro entspricht – abhängig von der Wechselkursrate zum Zeitpunkt der Platzierung des Handelsgeschäftes (bzw. des Trades). In anderen Worten versetzt der Hebelsatz einen Trader in die Lage, viel größere Handelspositionen zu bewegen, als er es ohne Hebelsatz tun könnte.


Weil die Trader auf diese Art und Weise so große Handelspositionen mit einem so geringem Einsatz kontrollieren, werden durch den Hebelsatz sowohl die positiven als auch die negativen Aspekte dieser Handelsgeschäfte multipliziert. Wenn ein Trade nach Plan verläuft, so können die Gewinne außerordentlich groß ausfallen – aber wenn sich der Markt in eine für den Trader negative Richtung entwickelt, dann können die Verluste ebenso beträchtlich ausfallen.


Beim Handel ist es immer anzuraten, sich stets der Tatsache bewusst zu sein, dass die Erhöhung des Hebelsatzes automatisch zur Steigerung des damit verbundenen Risikos führt.

Devisenhandel: Long oder Short?

Es gibt nur zwei Optionen, wenn man mit Währungspaaren handelt: Kauf oder Verkauf.

Wenn man Long geht, dann bedeutet dies, dass man die Basiswährung „ankauft“ – und im Gegenzug „verkauft“ man dadurch automatisch die Gegenwährung. Wenn man dagegen Short geht, dann bedeutet dies, dass genau das Gegenteil der Fall ist: Sie „verkaufen“ nun die Basiswährung, und konsequenterweise „kaufen“ Sie dadurch automatisch die Gegenwährung an.

DE_Going-Long

Long gehen

Lassen Sie uns einmal gemeinsam ein Beispiel für das „Long gehen“ anschauen, indem wir das Währungspaar EUR/USD „ankaufen“.


Stellen Sie sich das folgende Szenario vor: Der Markt wartet gespannt auf die Veröffentlichung der aktuellen US-amerikanischen BIP-Zahlen, und die Marktteilnehmer sind ebenfalls besorgt, dass in der bevorstehenden Wahl eine Partei, die für ihre traditionelle wirtschaftsfeindliche Haltung bekannt ist, möglicherweise deutlich mehr Stimmen erlangen wird.


Infolgedessen gehen Sie nun davon aus, dass der Euro vermutlich gegenüber dem Dollar erstarken wird – und daher gehen Sie Long auf das Währungspaar von EUR/USD, das derzeit zu einer Bid-/Ask- Rate von 1,6764/1,6770 gehandelt wird. Sie entschließen sich nun, dass Sie die Ihnen zur Verfügung stehenden Hebelsatz-Möglichkeiten voll ausnutzen möchten – und daher „kaufen“ Sie jetzt eine Position im Wert von 10.000 Euro zur Rate von 1,6770 und mit einem Hebelsatz von 200:1 an.


Die folgende Gleichung zeigt Ihnen, wie viel Geld Sie dazu zunächst einzahlen müssen:


(Der Betrag, den ich investieren möchte) X (Wechselkursrate der Gegenwährung/Hebelsatz)


In unserem Beispiel bedeutet dies: (10.000) X (1,6770/200) = 83,85 Euro. Dies ist der erforderliche Betrag, den Sie für dieses Handelsgeschäft zunächst bezahlen müssen. Nehmen wir nun einmal an, dass sich die Dinge so entwickeln, wie Sie es angenommen haben, und dass der Euro infolgedessen tatsächlich gegenüber dem Dollar an Wert gewinnt. Die Bid-/Ask- Rate beträgt nunmehr 1,6811/1,6817 – und an diesem Punkt entschließen Sie sich nun dazu, das Handelsgeschäft (den Trade) zu beenden, indem Sie Ihre Handelsposition im Wert von 10.000 Euro zum Kurs von 1,6811 „verkaufen“.


Nachdem Sie Ihre Handelsposition ursprünglich zum Kurs von 1,6770 aufgenommen haben, haben Sie anschließend also zum Kurs von 1,6811 wieder „verkauft“ – dies entspricht einem Anstieg von 41 Promillepunkten.


(Verkaufskurs – Ankaufskurs) X (Investitionsbetrag)


Demgemäß gilt in unserem Beispiel: (1,6811-1,6770) X (10.000) = 41 USD.


Nehmen wir aber nun dagegen einmal an, dass sich der Markt entgegen unserer Prognose entwickelt hat, und dass der Dollar also gegenüber dem Euro gestiegen ist. Die Bid-/Ask- Rate beträgt nun 1,6720/1,6726, und Sie entscheiden sich jetzt dazu, Ihre Verluste zu begrenzen und Ihre Position im ursprünglichen Wert von 10.000 USD zu verkaufen. Ihr Verlust würden sich dann wie folgt berechnen:


(Ankaufskurs - Verkaufskurs) X (Investitionsbetrag)


Demgemäß gilt in diesem Beispiel: (1,6770-1,6720) X (10.000) = 50 USD

DE_Going-Short

Short gehen

Stellen wir uns einmal folgendes Szenario vor: Die Umsatzzahlen des Handels in den USA scheinen anzuziehen, während die Eurozone während des vergangenen Monats durch kaltes Winterwetter in Mitleidenschaft gezogen wurde. Sie vermuten nun, dass der Dollar gegenüber dem Euro an Wert gewinnen wird – und daher entscheiden Sie sich, eine Handelspositionen Gesamtwert von 10.000 Euro „zu verkaufen“, d.h. „Short zu gehen“. Sie tun dies zu einem Kurs von 1,4989 und mit einem Hebelsatz von 1:50.

Demgemäß gilt in unserem Beispiel: (10.000 X 1,4989/50) = 299,78 USD

Sie haben richtig gelegen: Der Euro verliert gegenüber dem Dollar tatsächlich an Wert, und Sie „kaufen“ jetzt eine Handelsposition im Wert von 10.000 Euro an, um so Ihre Handelsgeschäft (Ihren Trade) abzuschließen. Dieser Ankauf erfolgt nun zum Kurs von 1,4902 – was einen Rückgang in Höhe von 87 Promillepunkten bedeutet. Ihr Gewinn würde sich in diesem Beispiel also wie folgt berechnen:

(1,4989 - 1,4902) X 10.000 = 87 USD

Wenn wir dagegen annehmen, dass der Euro entgegen Ihrer Erwartungen tatsächlich gegenüber dem US-Dollar an Wert gewann, dann würde dies bedeuten, dass Sie mit ihrem Handelsgeschäft Geld verloren haben. Sie entscheiden sich nun, Ihre gesamte Handelsposition im Wert von 10.000 Euro zu einer Bid-/Ask- Rate von 1,5114/1,5120 zu schließen. Ihr Verlust würde sich dann wie folgt berechnen:


(1,5120 – 1,4989) X 10.000 = 131 USD

Eröffnen Sie ein Konto

Eröffnen Sie ein Konto