Wie handelt man mit Rohstoffen


Rohstoffe werden in der gleichen Art und Weise gehandelt, wie die meisten anderen Handelsgüter auch: Die Händler können verschiedene Rohstoffe ankaufen sowie verkaufen – stets mit dem Ziel, einen Gewinn zu erzielen, indem man entweder den Rohstoff zu einem höheren Preis verkauft, als man ihn selbst eingekauft hat, oder indem man den Rohstoff zu einem niedrigeren Preis zurückkauft, als man ihn selbst verkauft hat.


Es liegt in der Natur der sogenannten Spread-Wetten sowie des Handels mit Differenzkontrakten, dass ein Trader nicht die physischen Besitzrechte am zugrunde liegenden Rohstoff erwirbt, sondern vielmehr lediglich auf die Preisveränderungen beim jeweils zugrundeliegenden und vom Trader ausgewählten Rohstoff spekuliert.

„Rolling Daily“ versus Futures

„Rolling Daily“ versus Futures

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„Rolling Daily“ versus Futures

Als Händler hat man oftmals die Wahl zwischen zwei verschiedenen Handelstypen für einen einzigen Rohstoff: Man kann sich dabei entweder für das sogenannte „Rolling Daily“-System entscheiden, oder aber für das Futures-System. Wie der Name bereits suggeriert, bedeutet das „Rolling Daily“-System, dass dieses System direkt mit dem täglich an den Handelsplätzen der Welt erzielten Rohstoffpreis verbunden ist, während das Futures-System auf den Preis abzielt, für den ein Rohstoff zur Lieferung in mehreren Tagen, Wochen oder Monaten gehandelt wird.

„Rolling Daily“-Kontrakte werden im Allgemeinen eher von solchen Händlern benutzt, die auf kurze Frist spekulieren; allerdings besagt bereits der Name, dass diese Art von Kontrakt von einem Tag auf den anderen umgewälzt wird – und dieses Spiel setzt sich immer weiter fort, und zwar solange, bis sich der Händler dazu entschließt, einzugreifen: Er kann den Handel auf verschiedene Arten schließen, oder er kann zusehen, wie sich seine Handelsposition für ihn immer weiter verschlechtert, bis schließlich das Guthaben oder der gewährte Kredit für sein Konto vollständig aufgezehrt sind.

Im Gegensatz dazu hat einen Futures-Kontrakt ein vorbestimmtes Auslaufdatum, ja sogar eine genaue Auslaufzeit, zu welcher der Händler entweder einen Gewinn oder aber einen Verlust realisieren wird – dies hängt von dem zum Auslaufzeitpunkt aktuellen Tagespreis ab, der dann mit dem Preisniveau verglichen wird, zu welchem der Handel ursprünglich aufgenommen wurde.

Ein Beispiel für den Rohstoffhandel

Ein Beispiel für den Rohstoffhandel

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Ein Beispiel für den Rohstoffhandel

Wir wollen hierzu einen Blick auf ein konkretes Beispiel für ein Rohstoffhandelsgeschäft werfen. Zunächst müssen wir uns hierzu einen bestimmten Rohstoff auswählen. Die zum Handel verfügbaren Rohstoffe variieren von Broker zu Broker, aber ETX Capital bietet seinen Kunden eine große Auswahl verschiedener Rohstoffe an, aus welchen sie völlig frei wählen können – inklusive Metallen (Gold Palladium, Platin und Silber), Energieträgern (wie etwa Rohöl der Sorte Brent, Heizöl, Erdgas oder Rohöl der Sorte Nymex) und Agrarrohstoffen (inklusive Mais, Baumwolle, Bauholz, Hafer, Sojabohnen und vieles mehr). Für unser Beispiel wollen wir einen der am meisten gehandelten Rohstoffe auswählen – Gold.

Für den Handel mit Gold steht uns sowohl das „Rolling Daily“-System als auch das Futures-System zur Verfügung – für dieses Beispiel wollen wir aber das „Rolling Daily“-System auswählen.

Nehmen wir einfach mal an, dass der aktuelle Handelspreis von Gold bei 1279,6/1280 US-Dollar je Feinunze liegt; der erstgenannte Preis ist hierbei der Verkaufspreis, und der letztgenannte Preis ist hierbei der Ankaufspreis. Wir entscheiden uns nunmehr dafür, zu einem US-Dollar pro Punkt zu kaufen. Ich treffe also meine Entscheidung, ob ich kaufen oder verkaufen soll, und handle dementsprechend; am darauffolgenden Tag wird Gold zum folgenden Kurs gehandelt: 1282,6/1283 – und ich entschließe mich nunmehr dazu, den Handel zu beenden.

Wenn ich mich ursprünglich dazu entschlossen habe, zu einem US-Dollar pro Punkt zu kaufen, dann habe ich also bei 1280 US-Dollar je Feinunze gekauft – und der Verkaufspreis liegt nunmehr bei 1282,6. Dies bedeutet eine Kursbewegung in Höhe von 2,60 US-Dollar zu meinen Gunsten – was also einem Gewinn in Höhe von 2,60 US-Dollar entspricht. Wenn ich aber ursprünglich zu einem US-Dollar pro Punkt verkauft habe, dann habe ich bei 1279,6 US-Dollar je Feinunze verkauft, während der aktuelle Ankaufspreis bei 1283 US-Dollar liegt; dies entspricht einer Differenz von 3,40 US-Dollar – was bedeutet, dass im Falle, dass ich den Handel nunmehr beenden würde, ich einen Verlust in Höhe von 3,40 US-Dollar erleiden würde.

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