Der Kurs des DAX30-Index notiert momentan bei 10.575 Punkten und befindet sich damit aus charttechnischer Sicht an einem entscheidenden Punkt für den Aufwärtstrend der letzten zwei Monate. Wie im Tageschart zu sehen ist, hatte der deutsche Leitindex die charttechnisch wichtige Widerstandslinie bei 10.500 Punkten am 09.08.2016 mit einem „fulminanten Move“ überwinden können. Im Anschluss zu dem erfolgreichen Ausbruch ließ die Dynamik nach und der DAX30-Index ging in eine Korrektur über, die den Kurs zurück auf das alte Ausbruchniveau bei 10.500 Punkten zurückgeführt hat.

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Es kommt nun für die Bullen darauf an, dass die charttechnisch wichtige Marke bei 10.500 Punkten gehalten wird. Sollte der Kursbereich um 10.500 Punkte nachhaltig, also auf Schlusskursbasis, unterschritten werden, dann wäre kurzfristig gesehen die letzte Hoffnung für die Bullen, dass der DAX30-Kurs nicht wieder unter die langfristige Abwärtstrendlinie fällt, die mit dem Ausbruch über die 10500-Punkte-Marke ebenfalls überwunden werden konnte. Ansonsten böte sich Abwärtspotential bis zur nächsten charttechnischen Unterstützungslinie bei 10.100 Punkten.

Doch noch sieht das momentane Chartbild positiv aus. Der steile Aufwärtstrend der letzten Zwei Monate ist völlig intakt und sollten die Bullen die 10500-Punkte-Marke verteidigen können, dann hätte der DAX30-Index erst einmal wieder Luft bis in den Bereich um 10.800 Punkte zu laufen. Hier befindet sich das lokale Hoch der letzten Aufwärtsbewegung. Das Risiko eines Einstiegs auf der Long-Seite könnte sich lohnen, denn sollte der Kurs des deutschen Börsenbarometers die 10.800 Punkte nachhaltig überschreiten können, dann wäre aus charttechnischer Sicht das nächste Kursziel die Widerstandslinie bei 11.500 Punkten.

Ein mögliches Fazit der charttechnischen Analyse könnte sein, dass in der aktuellen Situation das Chance/Risiko-Verhältnis auf der Long-Seite gut ist. Ein mittelfristiges Kursziel könnte in dem Bullen-Szenario bei 11.500 Punkten liegen. Sollte der DAX30-Kurs unter die 10100-Punkte-Marke fallen, dann wäre das gesamte Aufwärtsszenario negiert.