Der Kurs des DAX30-Index hat gestern aus charttechnischer Sicht einen großen Schritt nach vorne gemacht. Wie im Tageschart des deutschen Börsenbarometers zu sehen ist, hat der DAX30 die „charttechnische Mauer“ zwischen den Marken von 10.700 Punkten bis 10.500 Punkten in Angriff genommen und es stellt sich in der momentanen Situation die Frage, ob der Zeitpunkt günstig ist, um auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Denn noch ist der Ausbruchversuch jung und das mittelfristige Aufwärtspotential nach einem gelungen Ausbruch über die genannte Widerstandszone könnte groß sein. 


Ein Blick auf den Chart des deutschen Index verrät, dass der langfristige Abwärtstrend gestern ebenfalls überwunden wurde. Damit könnte aus charttechnischer der Weg bis zur 11.500-Punkte-Marke erst einmal frei sein. Doch auf kurzfristige Sicht könnte der DAX30 relativ stark überkauft sein und wäre reif für eine Korrektur. Sollte der DAX30-Index im Zuge einer möglichen Korrektur in den nächsten Tagen wieder signifikant unter die Marke von 10.500 Punkten fallen, dann wäre das für die Bullen ein schlechtes Zeichen und die Bären könnten wieder Oberwasser gewinnen. Aus charttechnischer Sicht darf der Kurs des deutschen  Index nicht unter die Unterstützungslinie bei 10.100 Punkten fallen. Ansonsten wäre der Aufwärtsimpuls der letzten Handelstage negiert.


Ein mögliches Fazit aus der Chartanalyse könnte sein, dass der Zeitpunkt für neue Long-Positionen nicht günstig ist. Kurzfristig könnte der DAX30-Kurs technisch überkauft sein und damit anfällig für Gewinnmitnahmen werden. Sollte der Kurs bis auf das Ausbruchniveau bei 10.500 Punkten zurückfallen, dann könnten sich neue Einstiegskurse auf der Long-Seite bieten. Denn die Großwetterlage hat sich aus charttechnischer Sicht mit dem Bruch des langfristigen Abwärtstrendkanals weiter verbessert. Somit könnte sich in den nächsten Wochen Kurspotential bis in den Bereich um 11.500 Punkte ergeben. 



Dax Chart 100816