Der Kurs des DAX30-Index hat in den letzten Tagen die Inverse-Schulter-Kopf-Schulter-Formation erfolgreich abgeschlossen, wie im Tageschart zu sehen ist.. Somit hat sich aus charttechnischer Sicht die mittelfristige Perspektive für den deutschen Leitindex wieder aufgehellt. Nach dem Bullen-Run der letzten Tage befindet sich der DAX30-Index nun kurz vor der nächsten charttechnischen Widerstandslinie, die bei der Marke von 9900 Punkten verläuft. Doch kurzfristig könnte Vorsicht für die Bullen geboten sein, denn nach den starken Kursgewinnen könnte eine Korrektur eintreten, die den Kurs des deutschen Börsenbarometers wieder an die Nackenlinie der Inversen-Schulter-Kopf-Schulter-Formation heranführt, die momentan bei 9409 Punkten verläuft. Hier sollte der Kurs des DAX30 aus Sicht der Charttechnik nach einer Korrektur Unterstützung finden, um den Aufwärtstrend fortführen zu können. Sollte der DAX30-Index jedoch auf Schlusskursbasis unter die Nackenlinie fallen, dann wäre aus charttechnischer Sicht die erfolgreich abgeschlossene Umkehrformation negiert. Fällt der DAX30 unter die Marke von 9125 Punkten zurück, dann wäre der gesamte Aufwärtstrend der letzten Wochen negiert und es könnte befürchtet werden, dass die Tiefstkurse aus dem Monat Februar wiederholt getestet werden.


Ein mögliches Fazit könnte momentan sein, dass der DAX30-Kurs aus charttechnischer Sicht noch etwas Luft bis zur nächsten Widerstandslinie hat, die bei 9900 Punkten verläuft. Jedoch könnte der DAX30-Index in den nächsten Tagen erst einmal in eine Konsolidierungsphase eintreten. Denn am Freitag dieser Woche werden die US-Arbeitsmarktdaten gemeldet. Dann könnte mit dem nächsten Kursimpuls gerechnet werden. Nächste Woche ist dann Mario Draghi und die EZB am Zug, um die deflatorischen Tendenzen in der Eurozone zu bekämpfen. Die Aussicht auf diese fundamentalen Events könnte den Kurs des DAX30 davon abhalten, in einem Schwung nach oben über die 10000-Punkte-Marke zu stürmen. Für die DAX30-Bullen könnten sich wieder Einstiegskurse im charttechnisch wichtigen Bereich bei 9400 Punkten anbieten. Sollte die wichtige Unterstützungslinie bei 9125 Punkten nach unten verlassen werden, dann könnte die Trendampel für den DAX30 aus Sicht der Charttechnik wieder auf Rot springen.

DE_Blog_02032016