Dax Chart 121016


Der Kurs des DAX30-Index steht zur Wochenmitte vor der Auflösung einer charttechnischen Bullenflagge, die sich in den letzten zwei Monaten ausbilden konnte. Um die Bullenflagge, die in der Chartlehre eine Konsolidierungsformation in einem Aufwärtstrend ist, hinter sich zu lassen, müsste der deutsche Index endlich wieder das Jahreshoch bei 10.802 Punkten ins Visier nehmen. Hier könnte sich dann entscheiden, ob der Aufwärtstrend wieder aufgenommen werden kann, beziehungsweise die Jahresendrallye Realität wird. Oberhalb des Jahreshochs hätte der Kurs des DAX30 aus charttechnischer Sicht erst einmal Luft und könnte schnell bis in den Bereich um 11.000 Punkte tendieren.


Sollte der Kurs des deutschen Börsenbarometers wieder nach unten abdrehen und somit das aufgezeigte Szenario abgeblasen werden, dann wäre eine erste Zielmarke die untere Begrenzung der Bullenflagge, die momentan bei 10.106 Punkten verläuft und mit einem wichtigen charttechnischen Unterstützungsbereich zusammenfällt. Ein Blick auf den mittelfristigen Tageschart des DAX30 zeigt, dass sich im Kursbereich zwischen den Marken von 10.189 Punkten bis 10.092 Punkten ein Unterstützungsbereich herausgebildet hat, der aus Sicht der Bullen nicht unterschritten werden sollte. Ansonsten würde die Bullenflagge konterkariert werden. In diesem Fall könnte ein Kursrutsch bis unter die 10000-Punkte-Marke drohen.


Ein mögliches Fazit aus der charttechnischen Analyse ist, dass die Bullen in den nächsten Handelstagen im wahrsten Sinne des Wortes Flagge zeigen müssen, um endlich die entstandene Konsolidierungsformation zu durchbrechen. Das wäre aber erst die halbe Miete, denn danach sollte relativ zeitnah das Jahreshoch bei 10.802 Punkten fallen. Sollte das Jahreshoch überboten werden können, dann stünden die Chancen gut, dass zum einen neues Geld in die DAX30-Titel fließt und zum anderen viele Shorties durch die Glattstellung ihrer offenen Position für zusätzliche Nachfrage und somit für schnell steigende Kurse sorgen. Für mutige Bullen könnte demnach der Zeitpunkt günstig sein, auf einen Ausbruch aus der Konsolidierungsformation und einen zügigen Test des alten Jahreshochs bei 10.802 Punkten zu setzen.